Bildbericht über „bbf 16“ (2./3.Oktober 2000):
Hilfsgütertransport (2.8t) für Caritas SatuMare
Eigentlich war für die Herbstferien eine Rumänienfahrt geplant – aber der Terminkalender von Caritas SatuMare machte uns einen Strich durch die Rechnung: Alle Hilfsgüter mussten nach Passau gebracht werden, von wo aus der Weitertransport ein paar Tage später durch die dort ansässige Caritas-Niederlassung per LKW organisiert werden konnte.
1.Tag
Montag, 2.10., kurz nach halb sechs auf dem Schulparkplatz der ASS: Moni und Christa finden vor lauter Dunkelheit kaum die abfahrbereiten Bullis...

...und auch Rainer muss seine Aufregung mit etwas Nikotin beruhigen.

Aber dann läuft der Konvoi endlich. Zumindest mal für die ersten fünfzig Kilometer bis kurz vor Aschaffenburg...

...denn hier verkrümelt sich Hajos (eigentlich ja sowieso viel zu große und in schon manchem Hilfstransport immerhin ehrenhaft zerkratzte) Windschutzscheibe

Tja. Was nun. Erst denken, dann handeln!

Gottseidank besteht ein Teil unserer Ladung aus Krankenhaus-Bettlaken...

...und so bleibt das Armaturenbrett eine relativ splitterfreie Zone. Wenn dann noch die Fahrerhaustüren wieder geschlossen sind, zieht´s vielleicht auch nicht mehr so arg!

Hajo verlässt nun unseren kleinen Konvoi zwecks Einbaus einer neuen Frontscheibe in Aschaffenburg - der Rest will weiter...

...allerdings erst, wenn auch das Pannenpausen-Kaffeekränzchen auf dem Parkplatz fertig ist .

An der Spitze unseres mobilen Staus ("tataa-tataa-tataataaa...hier ist Bayern drei...Wander-Stauwarnung auf der A3 zwischen Würzburg und Nürnberg...") Stefans grüner Großraumkasten, "Bulli-Fahren in seiner höchsten Form".

Pinkelpause irgendwo bei Höchstadt, Hajo hat uns noch nicht wieder eingeholt...

...deshalb muss seine Beifahrerin noch sehnlichst auf ihn warten!

Ihr Daumendrücken hat sich gelohnt: kurz vor Passau haben wir Hajo wieder – der „alte“ Diesel hat seinen Turbo düsen lassen, und die nagelneue Frontscheibe sorgte bei den einheimischen Insekten für allerlei Trauerfälle. Trotzdem ist nicht nur Katrin froh, dass wir wieder alle komplett sind.

Der hier allerdings freut sich auch deswegen, dass seine 34 Pferde so schön traben können - und dabei völlig ohne Hafer auskommen!

Im konvoiangepassten Schneckengallopp geht´s noch über ein paar Donauschleifen, bis wir endlich...

...kurz vor 15 Uhr bei Caritas in Passau eintreffen.

Man erwartet uns: das Tor zum Caritas-Lager ist bereits offen. Also ran ans Ausladen.

Schnell fliegen die Päckchen von Hand zu Hand...

...und für`s Grobe ist dann unser „Strong Man“ zuständig.

Auch starke Frauen können sich nützlich machen...

...vor allem, wenn andere schon schlapp vom Zugucken sind!

Endlich ist alles wohlbehalten bei Caritas Passau verstaut - und wir können uns eine Drei-Flüsse-Fahrt per Raddampfer gönnen (vor lauter touristischer Sehenswürdigkeiten vergessen wir aber leider das Fotografieren).

Nicht weit von Passau entfernt liegt Eging. Hier, am See, soll in einer kleinen (und für uns üblichen) „Bulliburg“ übernachtet werden.
Vorher allerdings geht es in´s Dorf zur Abendvesper, um sich primär an flüssigen Grundnahrungsmitteln zu laben...

..die unseren Webmaster ganz beschwingt werden lassen...

...und auch den Unglücksraben des Tages „Glasförmiges“ mit völlig anderen Augen ansehen lässt.

Innerhalb der Campingwagenburg bewährt sich bei Regen unser „fahrendes Vorzelt“ – der Jumbo-Hänger – bestens...

...um äußerlich trocken den Tag rückblickend zu reflektieren.

Dann aber ist es - weit nach Mitternacht - nun doch endlich Zeit zum Schlafengehen.

Manche muss man jedoch erst noch einfangen, um sie in ihr Bett zu verfrachten.

2. Tag
Dienstag, 3.10., gegen acht Uhr: in so einem gemütlichen Großraumbulli schläft sich’s sogar in mehreren Etagen!

Der Konvoi macht sich fertig zur Rückfahrt

Immer nur dem schlechten Wetter nach, dann kommt man schon irgendwie nach Frankfurt
Na, noch nicht ganz wach nach der Flotten-Dreier-Traumsequenz im Doppelstockbett??

Und so sperren wir immer die Autobahnrastplätze für uns...

...wenn „Strong Mans“ Reparierkünste bei liegengebliebenen LKW´s gefragt sind:

Grübel, grübel. Wo hat der denn nur seinen Motor?!?

Nach vollendeter Hilsbereitschaft geht´s dann weiter...

...bis wir am frühen Abend endlich wieder wohlbehalten auf dem Parklplatz der Albert-Schweitzer-Schule stehen: (von links) Michael, Rainer, Stefan, Katrin, Ralf, Christa, Detlef, Moni, Hajo und (allen zu Füßen liegend:Uwe). Horst und Klaus hatten sich zum Zeitpunkt des Abschluss-Fotos bereits ins heimische Nest abgesetzt.

Ein zufriedener Webmaster ist Gold wert!

Zwei Tage später ist eine Delegation aus Satu Mare bei uns (im koreanischen Restaurant) zu Besuch: Dr.Laszlo Lang (Mitte), Leiter von Caritas Medica,...

...ein junger Priester als Chauffeur (rechts)...

...und natürlich „Bruder Tack“, Tiberius Schupler, Direktor von Caritas Satu Mare - ins besinnliche Gespräch vertieft mit Schwester Gudula (links), deren Organisations- und Bettelkünsten wir so viele wertvolle Hilfsgüter verdanken.

Text: Michael Steinke
Bilder: Uwe Debus und das Team.
Kamera: DC 50 von Kodak (noch tut se´s)
29.03.2001